nachhaltig leben

Nachhaltig ist sicher eines meiner am häufigsten benutzten Wörter. Leider ist nicht immer allen ganz klar was ich damit meine, wurde doch in den letzten Jahren dieses Wort sehr allgemein und für viele Dinge benutzt.

 

Nachhaltig leben

Den Bedürfnissen der heutigen Generation zu entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Gro Harlem Brundtland

 

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht. Wikipedia

 

Woher kommt das Wort nachhaltig?

Der Begriff Nachhaltigkeit wurde im Zusammenhang mit der Forstwirtschaft bekannt. Es ging im 18. Jahrhundert darum, nur so viele Bäume zu fällen wie auch nachwachsen konnten. Man sollte so viele Bäume “zurückhalten”, damit man auch in Zukunft welche hatte.

 

Was ist nachhaltig?

Was ist nachhaltig?

 

Darum geht es auch in der heutigen Begriffsdefinition. Wir halten bzw. Schonen unsere Ressourcen, dass wir auch in Zukunft, also möglichst lange (am besten für immer) davon leben können. Wie in der Forstwirtschaft soll der Gedanke zählen, dass wir niemals mehr der Erde wegnehmen, als nachwachsen kann!

 

Genau das ist aber heutzutage das Problem, da wir dieses Jahr den Welterschöpfungstag (der Tag an dem die Ressourcen der Erde für dieses Jahr bereits aufgebraucht sind) bereits am 1. August 2018 hatten. Und es wird jedes Jahr noch früher. Das heißt, ab diesem Tag haben wir bereits mehr verbraucht als die Erde selber wieder für die Menschheit produzieren kann und wir leben sozusagen auf PUMP! Also alles andere als nachhaltig!

 

Die 3 Punkte der Nachhaltigkeit

Für mich ist nachhaltig leben eine Verbindung aus diesen 3 Säulen:

 

Die 3 Punkte der Nachhaltigkeit

Die 3 Punkte der Nachhaltigkeit

Ökologie/Umwelt:

Die ökologische Nachhaltigkeit zielt darauf ab, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben, auf die Erhaltung von Natur, Umwelt und der natürlichen Ressourcen für künftige Generationen ab. Sie beschäftigt sich mit dem Thema der Energieeffizienz und des Klimaschutzes, mit Emissionen und Abfällen, mit der Erhaltung der Artenvielfalt, Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen und dem schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Aus ökologischer Sicht ist eine Lebensweise ideal, die die natürlichen Lebensgrundlagen nur so weit beansprucht wie sie sich wieder regenerieren können

 

Ökonomie/Wirtschaft:

Bei der ökonomischen Nachhaltigkeit geht es um Wirtschaftsweisen, die dauerhaften und tragfähigen Wohlstand auf Basis eines kontinuierlichen und stabilen Wirtschaftswachstums gewährleisten. Ziel ist es, wirtschaftlichen Erfolg, soziale Verträglichkeit und schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen ausgewogen zu berücksichtigen und miteinander zu verknüpfen. Ein solches Wirtschaftssystem zielt u. a. auf den gerechten Zugang zu Lebenschancen und Bildung und die Einhaltung der Menschenrechte ab. Aus ökologischer Sicht wird eine Ressourcen schonende, umweltgerechte und Ökosystem-stabilisierende Wirtschaftweise gefordert. Ökonomische Nachhaltigkeit wird durch Preisstabilität, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und einen langfristig hohen Beschäftigungsgrad erreicht. Betriebswirtschaftlich betrachtet ist jene Wirtschaftsweise nachhaltig, bei der man von den Zinsen lebt, jedoch nicht vom Kapital zehrt.

Dies stellt mit Sicherheit für die meisten die größte Herausforderung dar! Ressourcenschonend wirtschaften und trotzdem wirtschaftlich sein!

Hochhaus mit Grünpflanzen

Hochhaus mit Grünpflanzen

Soziales/Gesellschaft:

Soziale Nachhaltigkeit beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Partizipation und mit Verteilungsgerechtigkeit. Es werden Aspekte wie Grundsicherung, Armutsbekämpfung, gleichmäßige Verteilung von Wohlstand und der gerechte Zugang zu Chancen und Ressourcen thematisiert. Zum einen geht es bei der Verteilungsgerechtigkeit um die intergenerationelle Verteilungsgerechtigkeit, zum anderen auch um die Verteilung von Entwicklungschancen im Zusammenhang mit der Nord-Süd-Problematik sowie um die Geschlechtergerechtigkeit. Nachhaltige soziale Programme nutzen dem Gemeinwohl und nicht dem Wohl eines Einzelnen.

 

 

Diese 3 Punkte sind für mich ausschlaggebende Punkte zur Definition der Nachhaltigkeit. In welcher Relationen sie nun zueinander stehen ist oft eine kontroverse Diskussion. Haben alle einen gleich hohen Einfluss auf das Thema Nachhaltigkeit oder ist es ein Vorrangiges Modell? Die Wirtschaft als kleinster Punkt, die Gesellschaft als zweiter und die Ökologie als wichtigster Baustein?

Wie auch immer man es anordnet, für mich spielen diese 3 Punkte eine tragende Rolle und stellen klar, dass wir in allen diesen Bereichen langfristig und verantwortungsvoll daran arbeiten, Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen um unserer Nachwelt eine genauso schöne Welt zu ermöglichen, wir wie sie erleben durften!

Wenn dich das Thema interessiert, Tanja von Blattgrün.blog und Jenni von Mehr als Grünzeug haben ebenfalls zwei sehr lesenswerte und ausführliche Artikel zu diesem Thema geschrieben.

 

Nun will ich aber wissen, was ist deine Definition von Nachhaltigkeit?