Strahlend weiße Zähne durch selbstgemachte Zahnpasta

Unzählige Fragen über nachhaltige Sonnencreme ohne Plastik haben mich die letzte Zeit erreicht. Tatsächlich ist das Thema Sonnencreme gar nicht so einfach. Ich möchte euch nachstehend ein paar wertvolle Infos und meine Erfahrungen wiedergeben.

Da es sich um ein wichtiges gesundheitliches Thema handelt, bitte ich jeden sich selber zu informieren und dann frei zu entscheiden, welches Produkt er gerne nutzt. 

Um unsere Haut zu schützen gibt es zwei Möglichkeiten uns einzucremen:

  • Sonnencreme mit chemischen Filter
  • Sonnencreme mit mineralischen Filter

Chemische Sonnencreme

Einfach gesagt schützt Sonnencreme deine Haut vor UV-Strahlen. Davon gibt es UVA Strahlen (u.a. für Falten und vorzeitige Hautalterung verantwortlich) und UV-B Strahlen.  Zu viel dieser Strahlen verursachen einen Sonnenbrand. 

Herkömmliche, chemische Sonnenschutzmittel die es überall zu kaufen gibt, dringen in deine Haut ein und wandeln die UV-Strahlen in Wärmeenergie um. Jedoch schaden diese chemischen Filter (Oxybenzon und Octinoxat) deiner Gesundheit, können Allergien auslösen. Die chemischen Rückstände stehen in Verdacht wie Hormone im Körper zu wirken. Neben den gesundheitsschädlichen chemischen Filter enthalten sie auch meist Mikroplastik. Mikroplastik, genauso wie die chemischen Filter schaden nicht nur dir und einem Körper sondern auch die Korallen und Riffe im Meer. Der chemische Filter wird durch das Baden vom Körper ins Meer geschwemmt, und greift so die Korallen und Algen an. Pro Jahr gelangen so 14.000 Tonnen Sonnencreme ins Meer! In Mexiko und Teilen der USA (zB. Hawaii) dürfen daher nur mehr biologisch abbaubare Sonnencreme ohne chemische Filter verwendet werden. 

Der Wissenschaftler Yousong Dingsagte:

Dadurch, dass die Menschen sich mit Sonnencreme eincremen, tragen sie bis zu 14.000 Tonnen davon in die Ozeane und zwar jedes Jahr. Das Problem dabei ist, dass Sonnencreme sehr giftig für Meeresfische, Korallenriffe und einige andere Meereslebewesen ist.”

Mineralische Sonnencreme

Im Gegensatz zu chemischer Sonnencreme wirkt mineralische ohne Chemie sondern physikalisch. Sie bleibt weitgehend auf der Hautoberfläche und reflektiert die UV-Strahlen wie winzige Spiegel. Oft gibt es dabei jedoch den unbeliebten Weißeffekt. Um diesen zu verringern, werden die Substanzen verkleinert bist es Nanopartikel sind. Nanopartikel kann man sowohl in chemischen wie auch mineralischen Sonnenschutzmitteln finden. Da sie so klein sind, gelangen sie nicht nur ins Wasser sondern möglicherweise auch in unseren Körper.  

Verhaltensregeln für einen sinnvollen Sonnengenuss

  • Richtig eincremen

Pro Ganzkörperanwendung sollten circa 25 Milliliter Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. Das entspricht ungefähr einem Schnapsglas. Auch Nase, Ohren, Fußrücken und Schultern nicht vergessen. Wiederhole das Eincremen nach dem Baden, Abtrocknen oder dem Tragen von Kleidung. Beachte dabei aber, dass erneutes Eincremen keinen Einfluss auf den LSF hat und das Sonnenbad nicht verlängert.

  • Kleidung tragen

Textilien sind der beste Schutz gegen die Sonne. Vergiss auch nicht die Kopfbedeckung.

  • Raus aus der Sonne

Meide die Mittagssonne und suche dir von etwa 11 bis 15 Uhr lieber ein kühles, schattiges Plätzchen. Verbringe an besonders heißen Tagen die meiste Zeit im Schatten und meide längere Zeiten in der prallen Sonne.

Tipps für den Kauf von Sonnencreme 

  1. Kaufe am besten nur mineralische Sonnencremes von zertifizierten Naturkosmetikherstellern, denn die sind grundsätzlich frei von Mikroplastik und Nanopartikel
  2. Achte auf vertrauenswürdige Naturkosmetik-Siegel wie zum Beispiel BDIH, NaTrue oder Ecocert.
  3. Nutze die App Codecheck, sie hilft dir beim Erkennen von gefährlichen Inhaltsstoffen. 

Meine Hauptkriterien für Sonnencreme ist, dass sie ohne chemische Filter, ohne Mikroplastik und Nanopartikel auskommt. Idealerweise kommt sie in einer recycleten Verpackung oder in einem Nachfüllbehälter. So gut, so schön, ganz so einfach sind all diese Kriterien jedoch nicht zu erfüllen. Ich zeige euch hier dennoch meine Empfehlungen – ohne Mikroplastik und Nanopartikel und auf mineralischer Basis. Das ist ein weiterer Beitrag zum “Fairreisen“.

Meine persönlichen Tipps für nachhaltige Sonnencreme (selbstgekauft!)

Villa Lavanda

Die nachhaltige Sonnencreme gibt es mit Lichtschutzfaktor 20 und 30, und kostet für 100 ml je nach dem 7,35 €. Die Sonnencreme kommt im Glas (wiederverwendbar) mit einem Pumpspender. Ich habe diese Marke bei uns noch in keinem Bioladen gesehen, man kann sie jedoch online bestellen, die Versandkosten von 13 Euro kommen dann noch hinzu. 

i+m plus

Die Sonnenmilch von i+m plus gibt es mit LSF 30. Und ist sehr angenehm auf der Haut, kaum ein Weißeffekt. Die Verpackung ist jedoch leider Plastik.  Der Preis pro 100 ml beträgt 12,90 € und kann ebenfalls bestellt werden. Habe dieses Produkt leider ebenfalls noch nirgends im Handel gefunden. Versandkosten von 3,90 € sind okay, ab 25 € ist der Versand frei, es lohnt sich also eine Großbestellung abzugeben. 😉

Ringana

Die Ringana Sunscreen ist mein Favorit in Sachen nachhaltige Sonnencreme auch wenn sie preislich mit Abstand die teuerste ist. 30,88 € für 100 ml ist definitiv nicht schmal aber aus meiner Sicht absolut vertretbar. Der LSF von 20 ist die meiste Zeit über ausreichend und ist auf für Kinder ideal. Die Sonnencreme kommt genauso wie die anderen ohne Mikroplastik, Nanopartikel und chemische Filter aus, pflegt die Haut aber ganz besonders. Die Verpackung ist auf Maisstärkebasis und ohne Erdöl. Der Versand beträgt 5 €.

Sonnencreme-Alternative

Es gibt auch Möglichkeiten Sonnenschutz selber zu machen bzw. auf diverse Öle zurückzugreifen. Ich habe sehr viele positive Erfahrungsberichte dazu gelesen, möchte das aber in dieser Stelle nicht weiter verfolgen, da wie bereits eingangs beschrieben, um ein gesundheitliches Thema handelt und jeder selber entscheiden soll. Ich nutze oft einfach nur Kokosöl, das hat einen natürlichen LSF von ca. 4, wenn ich weiß, dass ich nicht lange in der Sonne bin. Meine Haut ist jedoch auch nicht allzu anfällig, ich habe eigentlich nie Sonnenbrand. 

Für weitere, ausführliche Infos kann ich euch sehr den Blogartikel der lieben Sonja zum Thema nachhaltige Sonnencremes ans Herz legen – wirklich gut recherchiert, mit vielen wertvollen Inputs!

Was nutzt du für einen Sonnenschutz? Welche nachhaltige Sonnencreme ist dein Favorit?