Bei Superfoods denkst du wahrscheinlich an exotische, oftmals überteuerte Lebensmittel, die mega gesund sind! Sie sind voll mit wichtigen Vitaminen, Ballaststoffen und weiteren lebensverbessernden Nährstoffen. Das ist oft nicht ganz falsch, doch die Superfoods legen meist sehr weitere Strecken zurück, bis sie endlich, meist komplett überteuert in unseren Super- und Drogeriemärkten liegen. Über die Auswirkungen unserer Ernährung und unsere Macht unseren Einkauf als Stimmzettel zu verwenden, habe ich bereits hier geschrieben.

Regionale Superfoods

Wenn du dich ausgewogen und vielseitig ernähren möchtest, brauchst du nicht unbedingt exotische Superfoods. Hier zeige ich dir ein paar regionale Alternativen auf, die auch ein gutes Stück billiger sind.

 

1. Leinsamen

Leinsamen passen perfekt ins morgendliche Müsli. Sie sind voll mit wichtigen Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Antioxidantien und jede Mengen Ballaststoffen und regen die Verdauung an.

Pro 100 Gramm enthalten Chiasamen im Schnitt 19 Gramm Omega-3-Fettsäuren. Leinsamen weisen bei gleicher Menge durchschnittlich 17 Gramm davon auf. Beim Gehalt an Eiweiß und Ballaststoffen übertrumpfen Leinsamen die Chiasamen sogar. Nur in einem stehen die Leinsamen tatsächlich hinter den Chiasamen, sie quellen nicht so stark auf. Wenn man einen Eierersatz für Kuchen sucht, eignen sich Leinsamen leider nicht. Ansonsten können sie überall mithalten.

Blaubeeren - ein regionales Superfood

Blaubeeren – ein regionales Superfood

2. Blaubeeren

Blaubeeren sind wahre Powerpakete. Das Anthocyan verleiht den Beeren ihre schöne dunkle Farbe, regt den Stoffwechsel an und schützt auch noch vor Krebs. Blaubeeren stecken voller Antioxidantien, welche Zellschäden reparieren, die Bildung von Collagen anregen und somit Falten, Akne und Cellulite verhindern. Nebenbei sorgen Blaubeeren für starke Nerven. Die heimischen Beeren bekommt man ohne Probleme frisch und sollte man daher den, meist nur als Pulver erhältlichen, Acai-Beeren vorziehen.

3. Grünkohl

Grünkohl hat einen enorm hohen Chlorophyll-Anteil, dem die Eigenschaft nachgesagt wird, aggressive Krebszellen einfach auszuknipsen. Gleichzeitig reinigt Chlorophyll Blut und Zellen und beugt so Hautalterung, Müdigkeit und Schlaganfällen vor. Grünkohl enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, schon 200 Gramm reichen, um den Tagesbedarf an Vitamin A und C zu decken.

Grünkohl ist die regionale Alternative zu Weizengras und Spirulina. Der Preisunterschied liegt bei ca. 20 Euro je 100 g. Grünkohl wächst bei uns überall und kann daher frisch gekauft und vielseitig verwendet werden, ob im Smoothie, in der Gemüsepfanne oder als Chips!

"<yoastmark

4. Hirse

Kaum ein anderes Getreide punktet mit derart vielen Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren sowie hohen Anteil an Magnesium wie die Hirse. Sie kann mit 12 % Eiweiß-Anteil locker Quinoa ersetzen, welche etwa 14 % hat. Dazu ist Hirse noch glutenfrei und für Menschen mit Zöliakie geeignet.

Hirse stärkt das Bindegewebe, festigt die Nägel und bringt die Haare zum Glänzen. Der hohe Eisengehalt fördert die Blutbildung und bringt den Kreislauf in Schwung.

Hirse ist die regionale Alternative zu Quinoa, das unter den Superfoods den größten COs-Abdruck hat.

5. Buchweizen

Buchweizen enthält mehr Lysin als jedes andere Getreide oder Pseudogetreide. Lysin ist besonders in der Schwangerschaft wichtig, da diese essentielle Aminossäure die Zellteilung und das Knochenwachstum fördert. Auch bei der Wundheilung spielt Lysin eine wesentliche Rolle. Buchweizen enthält auch beachtliche Mengen an Kalium, ganze 324 Milligramm stecken in 100 Gramm Buchweizen! Auch Menschen mit Zöliakie finden im glutenfreien Buchweizen ein wertvolles Lebensmittel.

6. Hagebutte

Die kleinen, roten Früchte sind einer der größten Vitamin C Lieferanten. Nebenbei enthalten sie auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. So sind Hagebutten bestens dafür geeignet, das Immunsystem zu stärken und helfen gegen Akne. Die Früchte schmecken wunderbar als Tee oder Marmelade.

Äpfel - ein regionales Superfood

Äpfel – ein regionales Superfood

7. Äpfel

Ein beliebtes, leckeres und kostengünstiges Superfood sind Äpfel. Sind sind zwar nicht ganz so vitaminreich wie die anderen hier genannten Superfoods, strotzen daher aber gleich mit dreifach wirksamen Ballaststoffen, den sogenannten Pektinen.  Sie können die Heilung bei Gastritis oder Magen-Darm-Grippe unterstützen. Pektine können den LDL-Cholesterinspiegel effektiv senken und die antioxidative Polyphenole senken das Dickdarmkrebsrisiko. Am gesündesten sind übrigens rohe, ungeschälte Äpfel, denn die Polyophenole sind vor allem in der Schale enthalten und hitzeempfindlich.

8. Brennnessel

Eine meiner absoluten Lieblingspflanzen und ein absolutes Superfood ist die Brennnessel. Das meist ungeliebte Unkraut ist ein wahres Wundermittel.

Die vielen Mineralstoffe und Vitamine wie Gerbstoffen, Eisen, Kieselsäure, Magnesium, Kalium Vitamin C in den Blättern geben uns einen sofortigen Energiekick. Sie regen den Stoffwechsel an, sind entzündungshemmend und helfen dem Körper bei der Entgiftung.

Die Brennnesselsamen lassen sich getrocknet als Topping für Salate, Suppen oder Hauptspeisen verwenden und strotzen nur so vor Eiweiß.

Wusstest du, dass die Brennnessel mehr Vitamin C beinhaltet, als Zitrusfrüchte?

Du kannst die Blätter getrocknet als Tee verwenden. Aus den Blättern kann man auch ganz leicht gesunde, vitaminreiche Chips herstellen. Einfach die Blätter mit etwas Salz und ohne Fett kurz anrösten. Für deinen Smoothie trocknest du die Blätter und gibst sie als Pulver hinzu. Frisch geht natürlich auch.

 

Wie sieht es bei dir in der Küche aus? Setzt du schon auf die heimischen Superfoods?